AMR – wir treffen auf die szene

LOST TRACK – Globetrotter Treffen.

Am letzten Augustwochende ging es für uns auf das AMR-Globetrottertreffen nach Amelinghausen, von dem wir dank Ronny erfahren hatten. In der Woche vor dem Treffen kam Lisa mit einem Offroad/Reisemagazin nach Hause, dem Explorer, auch in diesem war eine kurze Vorstellung des Treffens zu finden. Es wurde als vielfältig, familiär und als größtes seiner Art im norddeutschen Raum beschrieben. Wir waren gespannt.

Das Wetter war bombenmäßig, 30 Grad und Sonnenschein und bereits weit vor Amelinghausen bekamen wir diverse Overlander Fahrzeuge zu Gesicht. Auf dem Gelände angekommen brachten wir schnell den Check-in hinter uns und ließen uns kurz das Gelände erklären. Es bestand aus einem befestigten Parkplatz und zwei großen Wiesen. Der Rest spielte sich direkt im Wald ab. Die freie Platzwahl nutzten wir natürlich weise und schlugen unser Lager auf einer Lichtung mitten im Wald auf.


Kaum war unser Lager gerichtet nutzten wir erst einmal die Möglichkeit uns für lau eine Abkühlung im Waldfreibad zu gönnen. Sprungturm, Rutsche, Pommes Mayo und Eis am Stiel und wir fühlten uns nochmal wie mit 16. Mit kühlem Kopf machten wir unseren ersten Rundgang. Die Vielfalt an verschieden Reisegefährten war schlicht beeindruckend und die Anreisewelle wollte nicht abreißen. Vom Skorpion (Liegedreirad), Trabis mit Dachzelt über Geländewagen bis hin zum Riesen-LKW war alles vertreten. Die selbe Spanne fand man in den Baujahren der Fahrzeuge genau wie seitens der Teilnehmer vor. Aber alle hatten eine gemeinsame Leidenschaft, das Reisen. Die Stimmung auf dem gesamten Gelände war unvorstellbar offen und herzlich. Wir fragten uns, ob wir tatsächlich noch in Deutschland sind. Was uns zu tiefst beeindruckte, egal mit welchen Mitteln und wohin man reist, man fühlte sich mit dem Rest verbunden. Bei dem ganzen Treffen ging es rein um die Begegnung und den Erfahrungsaustausch.

 

Freitag Abend fanden dann die ersten Reisevorträge statt. Besonders interessant war der Mexico Vortrag von Martin Kreplin, wie sich herausstellen sollte, der Herausgeber des Explorer Magazin. Im Anschluss quatschten wir noch eine halbe Ewigkeit über seinen Hintergrund, wie er zu dem kam was er jetzt macht und unsere ungaren Pläne die Welt zu bereisen. Während viele noch an Lagerfeuern saßen fielen wir bereits hundemüde, reich an Eindrücken und guten Infos in die Koje.  Dachzelt im Sommer, yeah!

Am Samstag gestaltete sich der Tag ähnlich.  Nach dem Frühstück ging es direkt ins Freibad. Unser weiteres Programm bestand aus, schlendern über den Teileflohmarkt, einem weiteren Bad um den Kopf abzukühlen und dann wurden ausgiebig Autos geschaut. Die Leute auf die wir dabei trafen waren gefühlt immer die Richtigen und daher konnten massig gute Informationen mit nach Hause nehmen. Es gab Afrika-Infos aus erster Hand, wir durften uns Innenausbauten von anderen Land Cruisern anschauen und konnten Ratschläge zu technischen Aspekten einholen. Sogar Tips zum Thema Arbeiten auf Reisen wurden gegeben. Der Tag verflog! Wir skippten das Abendbrot damit wir vor den Vorträgen am Abend noch schnell eine weitere Runde Plantschen gehen konnten. An diesem Abend lauschten wir einem sehr lustigen Vortrag über eine Reise durch Namibia, die mit einem alten Borgwart unternommen wurde. Dieser war sogar auf dem Gelände zu finden. Der letzte Vortrag des Abends und des Treffens fand dann um Mitternacht im Zelt statt. Er wurde von Rita und Jörgen gehalten die zwei Gründer des AMR Treffens. Es war ihr Jubiläum, 20 Jahre veranstalteten sie bereits dieses wunderbare Treffen und gleichzeitig war es auch ihr Abschied. Denn nach diesem Treffen sollte es für die beiden auf Weltreise gehen. Sie berichteten über ihre Testfahrt mit dem MAN in Marokko, der bereits abfahrbereit auf dem Gelände stand.

 

Wir waren wieder ereignis- und informationgesättigt, nur die Mägen knurrten wie blöde. Also gab’s erstmal noch ne ordentliche Portion Baked Beans, bevor wir uns im Zelt verkrochen.

Pünktlich zum Ende des Treffens gab es am Sonntag die angekündigten Gewitter und der Wald lichtete sich nach und nach. Auch wir machten uns gegen Mittag auf die Socken und freuten uns noch auf der Autobahn über fröhlich winkende Heimfahrer vom Treffen.

Schön war’s! Ein richtiger Kurzurlaub der einen den Stress vergessen ließ und den Kopf mit vielen neuen Ideen füllte! Kommendes Jahr geht das AMR Treffen mit neuem Veranstalter in seine 21 Auflage. Wenn alles gut läuft sind wir bis dahin schon unterwegs. Oder wer weiß, vielleicht nutzen auch wir das nächste Treffen um Tschüß zu sagen … Das AMR-Treffen ist jedem zu empfehlen der Spass am Reisen hat oder schlicht drei Tage Urlaubsfeeling in der Nordheide erleben will. Prädikat super wertvoll..