schöner wohnen teil 1

LOST TRACK Land Cruiser – Ausbau.

Aus dem Urlaub zurückgekehrt, verbrachten wir die kommenden Wochen und Monate mit dem Umsetzen einiger Punkte die uns in Frankreich aufgefallen waren. Da war zum Beispiel die Abdeckplane des Dachzeltes die nicht mehr wasserdicht war, Elektrik die hier und da mal zickte und der Ausbau, von dem wir zunächst dachten ihn einfach abzuändern, uns nun aber doch entschlossen ihn neu zu gestalten.

Nachdem der HZJ75, den wir in Australien unser eigen nennen durften, ein abschreckendes Beispiel in Punkto Karosseriezustand war, stand für uns von Anfang an fest, dass wir die Hohlräume und den Unterboden des Toyotas versiegeln lassen wollen. Wir möchten alles dafür tuen, dass wir einen langjährigen Begleiter haben und vermeiden, dass wir nochmals Löcher so groß wie Scheunentore mit Lappen staubversiegeln müssen.

Also haben wir begonnen das gesamte Innenleben auszubauen. Auch den Dachgepäckträger haben wir abgeriggt, da an seinen Füßen teilweise Rostansätze in der Regenrinne zu sehen waren. Das war schon ganz schön abenteuerlich mit zwei Personen dieses sau schwere Stahlmonster vom Auto zu hieven. Nur dank einer ausgeklügelten Notfalltaktik und viel, wirklich viel Pappe zum Zwischenlegen ist es uns überhaupt gelungen das Teil runter zu bekommen, ohne das Auto oder uns zu demolieren. Einmal runter, war uns beiden klar – der kommt nie wieder aufs Auto, es sei denn wir haben einen Frontlader zu Hilfe.

 

Nach der Aktion ging der Toyoto zum Lackierer und wir machten uns auf die Suche nach einem neuen Dachgepäckträger. Nachdem die Masse nur in Süddeutschland zu finden war, gab es dann doch den Einen, den wir in Lüneburg direkt ums Eck von Lisa´s Mum fanden. Ronny der Vorbesitzer des Trägers überlies uns diesen zu einem wirklich guten Preis, mit der Auflage, dass wir uns beim AMR-Globetrottertreffen in Amelingenhausen blicken lassen müssten. Die Bedingung, kam eher einem guten Ratschlag gleich und wir freuten uns gleich doppelt.

Mit frisch lackiertem Dach ging es für den Toyota dann gleich weiter zur Hohlraumversiegelung nach Oerel, wo er bei Hannes sein Fett weg bekam. Dieser Termin kam nur zu Stande da ein anderer Kunde seinen Termin hat platzen lassen. Wiedereinmal ein echter Glückstreffer, nicht nur weil Hannes sein Handwerk wirklich versteht sondern er dazu auch noch ein echter Funzkerl ist. Wir kommen gerne wieder!

 

Weiter ging es damit die Ladefläche mit Korrosionsschutzfarbe zu behandeln um auch sie gegen Rost zu wappnen. Parallel haben wir den Fußboden aus 1000x100x12mm Balsabrettern mit Leim und Lamellos zusammengepuzzelt. Super leicht, aber auch super empfindlich, so dass mit Glasfaser und Harz noch für die nötige Stabiltät gesorgt werden musste. Das Ergebnis ist ein wirklich leichter Fußboden.

 

Die Basis war gelegt. Nun ging es an den Innenausbau. Hier sollte Paulownia-Holz, das Aluminium unter den Hölzern, zusammen mit Epoxidharz zum Einsatz kommen. Während sich Timo an der Kreissäge, der Flex und der Oberfräse ausließ, kümmerte sich Lisa um die Sanierung des Dachzeltes. Es wurde mit essigsaurer Tonerde frisch imprägniert und der Holzrahmen neu gestrichen. Gekrönt wurde das Ganze mit einer neu angefertigten Haube von Planen Rinck aus dem alten Land. Da sach noch mal einer, die Altländer können nur Äppel.

 

Das AMR-Globetrotter Treffen in Amelinghausen rückte gefährlich nahe, somit war es Zeit mal einen Gang höher zu schalten. Der Dachträger samt neuer Beleuchtung, der Bullbar, im Fachjargon auch Windenträger genannt, samt überholter Winde und das Dachzelt wurden wieder montiert.

 

Um zumindest einen Teil des Ausbaus bis zum Treffen fertig zu haben wurden 1,5 Wochen im Akkord daran gearbeitet. Nachdem die letzten Elemente fertig getischlert waren, machte sich Timo daran den 100l Wassertank, zusammen mit einer Druckwasserpumpe, quer hinter den Frontsitzen zu verbauen. Hierfür wurde eine zentrale Verteilung in der Karosserie verklebt, von der die Pumpe, der Kompressorkühlschrank und zukünftig auch ein Spannungswandler versorgt werden. Lisa hat derweil die Einbauelemente mit Harz und Farbe versiegelt. Danach ging es an den Einbau. Einen Tag vor Abreise viel uns noch ein, dass eine Matratze für unser Sofa/Bett im Auto auch ganz nützlich sein könnte. Also wurde fix improvisiert und Lisa schusterte aus alten Schaumstoffmatratzen und einem Bettbezug klappbare Polster.

Soweit so gut, das AMR-Globetrotter Treffen konnte kommen und wir sind dabei!