Erhängt – war gar nicht so schlimm

LOST TRACK Land Cruiser – Ausbau.

Die Odyssee hat ein Ende … Wir schreiben Anfang März. Gut und gerne 4 Monate nachdem wir uns den ersten Zusatztank für unser Auto gekauft hatten, einen originalen Hecktank, hängt jetzt ein Mitteltank unter unserem Freitag. Nachdem es mit der originalen Variante, auf Grund von Änderungen am Rahmen, extrem zäh war jemanden zu finden, der den Einbau übernehmen wollte, ging es nun mit dem Zubehörtank deutlich besser voran! Die Entscheidung zu diesem viel – just in time, wie man neudeutsch so sagt. Der Toyota war schon auf der Hebebühne, um umgestrickt zu werden, als wir uns auf Grund der besseren Gewichtsverteilung kurzerhand doch für einen Mitteltank entschieden. Zum Einbau sollte es planmäßig in der letzten Februarwoche kommen. Am Sonntag nach unserem Einkauf in der Tourfactory haben wir gleich den Seitenauspuff verbaut, um Platz für den Mitteltank zu schaffen. Die alten Schrauben ließen sich, anders als erwartet, ziemlich gut lösen. Der Auspuff hing frei, wir drehten und wendeten in alle uns möglichen Richtungen, aber er wollte einfach nicht rauskommen. Letztendlich gab er dann auf, nachdem wir die Flex zur Hand nahmen. Der Platz war geschaffen und das deutlich kürzere Tourfactory Modell war schnell montiert.


Arbeitsurlaub. Timo hatte Zeit sich intensiv dem Toyota zu widmen und auch Lisa hatte die Woche, als Schrauberwoche mit ihrem Dienstplan synchronisiert. Naja, es kommt halt immer anders als man plant … Lisa wurde Opfer einer ziemlich fiesen viralen Attacke und wurde aus- und durchfällig. Man kann wohl zu recht behaupten, dass für Lisa die Woche schonmal im Eimer war.
Dann blieb uns aus verschiedensten Gründen auch noch versagt unseren Freitag mal unter die Decke zu heben. Somit ward es nichts mit dem Tankeinbau. Timo nutzte die Woche, um zumindest die Kotflügelverbreiterungen anzubringen und das Handbremsseil tankbedingt gegen ein längeres zu tauschen, während Lisa an ihrer Genesung arbeitete.
Zum Ende der Woche wurde dann noch die Markise wieder an den Dachträger gehängt.

 

Das Wochenende stand vor der Tür und wir versuchten nochmals irgendwo nen verdammten Platz auf einer Hebebühne aufzutreiben. Doch weder bei Klaus alter Werkstattgemeinschaft, noch beim ortsansässigen Schrauber seines Vertrauens war etwas zu machen. In unserer Verzweiflung versuchten wir es bei Andreas in der TÜV Prüfstelle. Trotz eines gewissen Nachbarschaftsbonus war unsere Hoffnung verschwindend gering. Umso überraschter waren wir als Andreas meinte: “Ja klar, kein Thema. Wann wollt ihr’s denn machen?” Wir waren platt! Da es am Wochenende suboptimal sei, verabredeten wir uns mit Andreas für Montag Abend. Tankeinbau beim TÜV, mit Unterstützung vom Fahrzeubauigenieur – was konnte uns besseres passieren!

Um das Wochenende noch effektiv zu nutzen, wurde unser letztes Möbelstück fertiggestellt und die Verschlüsse all unserer Klappen überarbeitet.

 

Montag Abend 18 Uhr, Feierabend für die Prüfingenieure, Schichtbeginn für Lisa und Timo und Überstunden für Andreas. Der Toyota rollt auf die Bühne und wir genießen das erste Mal den Luxus aufrecht stehend unterhalb des Autos arbeiten zu können. Tetrismäßig wird der Tank an die gewünschte Stelle buchsiert, um die Bohrlöcher zu markieren. Dann wird gebohrt und gehofft, dass hinterher auch alles passt. Und es passte tatsächlich, endlich mal ein Schraubertag, ohne größere Verzögerungen … dachten wir zumindest, bis es an der letzten Schraube zu scheitern schien. Die Gewindestange wurde beim Einschlagen etwas in Mitleidenschaft gezogen und jetzt wollte sich die Schraube partout nicht anziehen lassen. Nach so einiger Zeit geduldigem Versuchens griff Andreas zur Feile und machte der Stange den Garaus. Das half, die Schraube saß und der Tank – hängt! Nun noch schnell das Handbremsseil befestigt, damit auch die Verkehrsicherheit wieder hergestellt ist!

Schicht, Ende.