Wir stocken auf – 2. Etage ohne Fahrstuhl

LOST TRACK Land Cruiser Ausbau – Innenausbau.

Unser Ausbau sollte im nächsten Schritt eine zweite Etage, wenn man so will, einen Aufbau erhalten. Das dritte Element, das zum Einbau anstand, beheimatet unseren Kompressorkühlschrank in einer Schublade, Stauraum für Bekleidung und einen niedriegeren Teil, so etwas wie eine “Arbeitsfläche” und der Möglichkeit Küchenutensilien zu verstauen. Hatten wir alle niedrigen Elemente bereits schonmal für einen kurzen Testurlaub verbaut, stand nun eine wahre Premiere ins Haus. Auf den roten Teppich haben wir verzichtet, die Abendgarderobe gegen Arbeitsklamotte getauscht und nach abgeschlossener Arbeit wurde mit Eis statt mit Schampus gefeiert, aber es war mindestens genau erfolgreich. Neben der 2. Etage haben wir zusätzlich noch zwei selbstgebaute Lampen montiert. Nr.1 ist ein indirektes Licht für den Innenraum und die leistungsstärkere Schwester beleuchtet die Arbeitsfläche.

Nach den gröberen Teilen folgte noch etwas Feinarbeit mit der Installation eines Wasserhahns. Dieser soll wahlweise außen bzw. innen für Bewässerung sorgen und fand seinen Platz in der großen Heckklappe. Und wieder war ein Wochenende vorbeigezogen … nicht ohne vorher noch einige Kleinteile rundum die Wasserinstallation zu bestellen wie Schläuche, Anschlussstücke und einen dreiwege Kugelhahn.

In der folgenden Woche wurde, wenn auch noch nicht ganz final, das letzte Element unsere Sitzbank eingebaut.

Es war also vollbracht, alle Möbel drin und nun auch wirklich an der Zeit sich mal um Polsterung für unsere Bestuhlung zu kümmern. Am Freitag ging es also in die große Stadt zu Schaumstoff Lübcke. Die Wahl des Schaumstoffs war anhand von Probestücken, die wir im Auto drapierten, recht einfach. Die Stoffwahl allerdings war schlicht unmöglich, zumindest für uns, angesichts von tausenden von Stoffen. Nach einem kläglichen Versuch blieben wir am Ende bei der Empfehlung vom Verkäufer. Der Auserwählte hört auf den Namen Simun, ist Teflonbeschichtet und kommt dunkelgrau daher. Er wird sich hoffentlich bewähren … Die Fertigung dauert 4 Wochen, so dass wir hoffentlich Ende Mai unsere neue Sofaecke/Schlafcouch präsentieren können.

Wir verließen Hamburg nicht ohne eine zweite Auftragsarbeit fertig im Gepäck zu haben. Die Matratze unseres Dachzeltes, die nur noch desaströse Dämpfungswerte aufwies, hatte ausgedient, zumindest der Schaumstoff musste ausgetauscht werden. Der neue Schaumstoff war zwar doppelt so schwer, bei gleicher Stärke, versprach insgesamt aber eine ganz andere Schlafliga – die Ausgeschlafene, statt der knartschich Rückenverschmerzenden, Schultergeprellten.

Doch der Praxistest sollte noch folgen. Das letzte Aprilwochenende stand ins Haus und da noch nicht alle Teile fürs Weiterbasteln geliefert waren und wir scharf auf eine Probenacht im Dachzelt waren, entschlossen wir uns zu Arne’s Grundstück an die Süderelbe zu fahren. Nur 20 km, aber Yes, endlich mal wieder Outdoor!

Neben der Matratze sollte auch unser Beil seinen ersten Einsatz leisten. Wir packten etwas Holz zusammen und besorgten ein wenig Grillgut. Um unser Gewissen zu beruhigen kam alibimäßig auch noch ein bisschen Tüdelkram und Werkzeug mit ins Gepäck. Aber erstmal war Ausspannen am Lagerfeuer angesagt, schon genial wie Mutter Natur einen ratz fatz alles vergessen lässt.

Nach einer Nacht auf der neuen Matratze war klar, ein himmelweiter Unterschied! Wir schliefen glatt bis in den Vormittag und die Sonne blendete uns schon entgegen als wir noch schlaftrunken den Reißverschluß vom Zelt öffneten. Die Morgendusche in der Süderelbe fiel, auf Grund der doch etwas kühlen Temperaturen, zwar noch aus, aber dafür wurde dann auch brav noch ein wenig gewerkelt. Timo sägte ein Metallbett für den Wasser-Umschalthahn zurecht und Lisa verfeinerte den Innenausbau mit glatten Silikonkanten, somit war auch eine zweite Nacht genehmigt, ohne schlechtes Gewissen! Gut war’s!