Dann mal los

LOST TRACK Reiseblog – Aufbruch

Am Dienstag den 22. August, mit einem Kilometerstand von 193.346 steigen wir in unseren Toyota, unser neues Zuhause, um endlich den Aufbruch zu wagen.
Am Vortag haben wir den Verabschiedungsmarathon 3.0 (gefühlt waren es noch mehr, die sich zäh wie Kaugummi in die Länge zogen) hinter uns gebracht. Ein Tag, an dem wir uns nochmal so richtig im Abschiedsschmerz gesuhlt haben, so dass uns am Ende des Tages die Kraft zum Aufbruch fehlte. Am abendlichen Lagerfeuer an der Süderelbe machte sich dann ein Stück weit Erleichterung breit, war doch der erste Schritt getan. Am Dienstag stand, nach dem Auffüllen von Sprit und Wasserreserven, der zunächst letzte Abschied von Arne in Wischhafen auf dem Programm.

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On the Road!

Wir haben uns vorgenommen, Deutschland ganz stressfrei – ohne das Nutzen von Autobahnen zu verlassen, um einige Eindrücke unserer Heimat mit in die Ferne zu nehmen. Unser erstes Ziel war Erfurt! Am ersten Tag schafften wir es bis in den Harz, wo wir kurz vor Torfhaus abseits der Straße und in der Nähe eines Moutain-Bike-Trails einen ersten Ort zum Übernachten fanden. Am Morgen versuchten wir unsere müden Knochen mal ein wenig auf Trab zu bringen und wanderten gute 10 km vor dem Frühstück. Ein erster Vorgeschmack auf unseren lang ersehnten Reisealltag. Viel Bewegung und frische Luft! Sich mal wieder richtig fidel fühlen! Am selben Tag folgten weitere Spaziergänge, die bei uns Flachlandtirolern nen satten Muskelkater nach sich zogen. Ein Bad im Oderteich, sorgte für die nötige Erfrischung. Ging dann wieder.

 

Weiter ging es in Richtung Tagesziel, Erfurt. Hatten wir daheim noch gescherzt wir würden offroad nach Erfurt fahren, so holten wir uns eine kleine Kostprobe auf den letzten Kilometern mit GPS-Navigation. Zugegebener Maßen war es kein wirkliches Offroad-Terrain, dennoch machte es Spass über ein paar Feldwege zu pflügen und ein bisschen Staub aufzuwirbeln. Als uns dann aufging, dass wir für 10 km Wegstrecke, 45 min brauchen sollten, unsere Freunde in Erfurt aber bereits auf uns warteten, drehten wir bei, zurück auf die nächste asphaltierte Straße.

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So richtig machte sich die Verkaterung dann beim Stadtbummel durch Erfurt mit Andre und Anna-Lena bemerkbar, die uns ihr schönes Erfurt bei Tag und bei Nacht näher brachten. Nach einem ersten Schock bei der Anfahrt, offenbarte sich mit den Zweien an unserer Seite das wahre Erfurt: Krämerbrücke, Domplatz und Zitadelle Petersberg. Wir verbrachten zwei klasse Tage in Erfurt in denen wir Local-Support gleich in zweifacher Form erfuhren und nebenbei eine Lösung für unseren defekten Laptop ausgetüftelt wurde.

 

Nachdem man uns soviel Unterstützung entgegengebracht hatte, soviel dass wir nicht in gleichem Maße zurückgeben konnten, gab es im Sinne eines ausgeglichenen Karmahaushaltes auf einer Landstraße unweit von Erfurt zu tun. Ein Transporter der gnadenlos mit Zeitschriften überladen war hatte einen Platten erlitten und der Fahrer hatte kein anständiges Werkzeug zum Reifenwechsel. Eine halbe Stunde später konnten wir – zwar völlig mückenzerstochen, aber glücklich – mit dem osteuropäischen Fahrer abklatschen und zu frieden gen Sonnenuntergang weiter fahren. Das tat gut!
Die Nacht verbrachten wir dann im Herzen des Thüringer Waldes, der zu dieser Zeit wohl kaum einen Touristen anlocken konnte. Die Nacht schiffte und gewitterte es wie blöde. Am Morgen musste der Freitag umgeparkt werden um ihn trockenen Fußes verlassen zu können. Doch der Regen wurde weniger und riss schließlich ganz ab. Das nahmen wir zum Anlass um auf Wanderschaft zum nahegelegenen Spitter-Wasserfall zu gehen. Im Anschluss folgte ein Bad im „Bergsee“, nach dem das verdiente Frühstück folgte.

 

Der Weg nach Wuppertal, unserem nächsten Ziel, führte uns an Winterberg vorbei. Hier reihten wir uns, nach einer halbstündigen Zwangspause, hinter die Polizei und den Besenwagen eines Radrennens ein. Schlußlicht waren zwei Rennradler, gefolgt von einem Tourenrad. Erhobenen Hauptes und von der Körpersprache deutlich frischer folgte der Tourenradler dem Tross. Auch wenn er wohl mit einem E-Bike, als Herrscher über Volt und Watt unterwegs war, flößte er uns Ehrfurcht ein. Respekt.

Die Nacht verbrachten wir dann irgendwo im Rothaargebirge.
In Wuppertal machten wir dann einen Kuchenstop bei Lisa’s Großmutter und genossen die Sonne beim Austausch der Generationen.
Am folgenden Tag ging es in die Schützenfest-Hochburg Neuss um der Blickdichtmanufaktur einen Besuch abzustatten. Anja Börner gewehrte uns einen exklusiven Blick hinter die Kulissen ihrer exklusiven Manufaktur. Prädikat, Made in Germany, haben die Produkte von Anja und Gerd mehr als verdient! War unser Kontakt vorher nur telefonischer Natur, war es schön die 3D-Erfahrung nachzuschieben.

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Von der Blickdichtmanufaktur ging es weiter zu Helmut von der Tourfactory, der nur kurz vor uns nach Hause kam und uns nach einem Bad in Empfang nahm. Bei Helmut verbrachten wir zwei Tage, die uns auf die Herausforderung und die Magie von Fernreisen einstimmten. Vor unserer Abreise konnten wir Helmut zumindest noch ein wenig bei den Vorbereitungen zum Buschtaxitreffen, dem größten Toyota Landcruiser Treffen der Welt, helfen. Nach den zwei Tagen mussten wir Adé sagen, in der Gewissheit, dass wir Helmut hier oder dort wiedersehen werden. Vielleicht schon auf dem Buschtaxitreffen. Wer weiß?

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Aus Brüggen ging es um’s Eck nach Baesweiler, wo wir etwas später als angekündigt, aber noch rechtzeitig zur Einschulung von Lisas Neffen Henri ankamen. Die kommenden Tage war dann Family-Action mit Trampolinspringen, Minigolfen, Baden im See mit Hund und Kegel und Pyjamapartys angesagt.

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Nebenbei gab’s nochmal neues Getriebeöl für Freitag, auf dass die kommenden Kilometer geschmeidig von der Hand gehen.